Brieftaube der Poesieboten
Poesie, Lyrik, Poesiebriefkasten
Poesie-Briefkasten
Wirtstraße 17
81539 München
München schillert - Gedichte aus dem Poesiebriefkasten

München schillert

Gedichte aus dem Poesiebriefkasten von 111 PoetInnen; Euro 14,90; Taschenbuch; Erhältlich bei amazon, Smart+Nett oder Ihrem Buchhändler; Infos


Gedichte gesucht
für die Aktion „Isar-Poesie".
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Volles Haus beim Lyrik-Café im Gasteig (Fotos: Egbert Kraus)

Ein Rosengruß für die Poetinnen und Poeten

Elfriede Hafner-Kroseberg: Ihr ganzes Herz und Sein

Madalina Sora-Dragomir steht zum „Fast“

Maria Sperber: Amour fou von E-Book und Papierbuch (Foto: Brautlacht)

Diana Barchien: Ein Herz wie eine Hüpfburg

Ansteckend: Geet poetet frisch drauflos.

Applaus für die Dichter

Pascal Hilgendorf entfacht die Fantasieflamme.

Waltraut und Hans Senninger: Liebe ist...

...wenn man sich morgens beim Zeitunglesen stören darf.

Michaela Hug-Szajer: auf Immer und Ewig ... moant ma

Blumen, Bussis, Beifall

Tania Rupel Tera rast auf der Autobahn der Vergessenheit.

Dionyso di Kinski

Der Körper spricht die Seele aus.

Katharina Schweissguth moderiert.

Stuhlreihen zu allen Seiten...

...werden angebaut...

...denn Poesie ist spannend.

Evelyn Ludwig, schlicht und sehr ergreifend

Klaus Schuster: „Hauptsache, du träumst von mir.“

Afadita Begri liest „Ich liebe dich“

Erika Kiechle-Klemt: Zwei rechts, zwei links

Doris Benz liebt in Mundart und auf hochdeutsch.

Lothar Thiel flirtet philosophisch.

Gebanntes Lauschen. (Foto: Brautlacht)

Inka Kübel spielt mit Wörtern, sogar mit Vorwürfen

K-L Kuss: Verschlungenes Liebesleben eines Oktopus.

Angelika Genkin: Flüchtige Gefühle

Sigrid Voss singt und der ganze Gasteig träumt von der Liebe.

Eva-Maria Birnhäupel-Hoppe liebt das Leben und grüßt ihren Ludwig.

...hat Platz in der Münchner Stadtbibliothek am Gasteig.

18. Februar 2016  17 Uhr

Liebe! Lyrik-Café im Gasteig

Liebe ist – wenn wir Worte suchen, und mitunter eines finden, und es aussprechen. Ein Abend mit den Münchner Poesieboten im Foyer der Bibliothek am Gasteig.

Wer an diesem Donnerstag Nachmittag im Februar die Stadtbücherei betrat, konnte hinten im Foyer voll besetzte Tische erspähen. Besucher jeden Alters standen wartend, erwartend, neugierig und sprachen miteinander. Eine freundlich lächelnde Dame bot gleich ein Getränk an.

Eine offene Atmosphäre ruhte an diesem Abend der Münchner Poesieboten über dem Foyer. Mitarbeiter der Bibliothek schleppten weitere Stühlestapel heran. Etwa hundert Menschen hatten sich zusammengefunden, und immer neue kamen, wenige nur verließen diesen Lyrikabend vorzeitig. Liebe – das Wort leuchtete violett schimmernd auf der backsteinernen Wand über dem Podium – unaufdringlich und doch eindringlich. Von draußen drang der Straßenlärm verstummend heran.

Hier reihte sich Poet an Poetin, um die selbstgeschaffene Lyrik, das eigene Poem, vorzutragen. Erlebtes, Erfahrenes oder Empfundenes haben in zwei Stunden über zwanzig Menschen in die dichte Form der Lyrik gebracht, kundgetan. Ja, wir wählen bewusst dieses Wort „Menschen“, nicht „Personen“ – oder „Bürgerinnen“ – oder „darunter auch solche mit Migrationshintergrund“. Denn der Abend wirkte auf uns einfach menschlich.

Maria, im Rollstuhl, kaum sichtbar, amüsant und voll unverhoffter Leichtigkeit, machte den Anfang. Elfis Zeilen voller Esprit wurden ebenfalls schmunzelnd vom Publikum aufgenommen. Tania nutzte die Versform zur Verdichtung ihrer Gefühle, legte offen und mutig Empfundenes dar – auch Schmerz. Die Innigkeit, das Erleben waren hier intensiv zu spüren, Teile des Inneren wurden hörbar, fühlbar.  

Die Zuhörer lauschten, das Schweigen exponierte die Vortragenden für diesen kurzen Moment. Lachen oder Zwischenapplaus lockerte die gespannte Stimmung.

Und hier kommen wir auf die Organisatorin der – was ist es denn? Nennen wir es Poetenbühne. Die zurückgenommene Art von Katharina Schweissguth, in der sie die einzelnen Dichtenden kurz jeweils vorstellte, trug wesentlich zur innigen und der Gattung Lyrik angemessenen Stimmung des Abends bei. 

Wie lassen sich Gedichte beschreiben, ihr Inhalt wiedergeben, ohne das Gedicht selbst zu wiederholen?  Versuchen wir es. Jeder einzelne Vortragende ließ einen kurzen Blick in sein Inneres zu. Ließ uns teilhaben an dem, was sie – oder er empfindet – Freude an der Liebe, überwundenen Schmerz, Lust, sich immer wieder darauf einzulassen, Enttäuschungen auszuhalten und zu überwinden. Manche trauten sich, völlig unintellektuell, zu einer Eins-zu Eins-Wiedergabe ihres Erfahrenen.

Zum Beispiel Eva-Maria, eine 92-jährige Dame, die voller empfundener Inbrunst uns an ihrer ausgerufenen Dankbarkeit teilhaben ließ. Und es freute die Zuhörer. Manch anderer zeigte sich in leuchtender Kleidung und auffallender Kopfbedeckung. Alles hatte hier seinen Platz. Dionyso di Kinski bleibt in deutlicher Erinnerung. Er trug frei vor, nutzte die Bühne, um seinen Vortrag virtuos geräuschvoll dramaturgisch zu choreografieren, und uns an seinem Leid teilhaben zu lassen. Er sprang hierhin und dorthin, agierte wild. Und indem er all das tat, ließ auch er uns tief in sein Inneres blicken. Wie auch Sigrid. Sie sang uns Lieder von Zarah Leander und Caterina Valente. Couragiert a capella. Sie teilte uns mit, dass Liebe nicht Sünde sein kann und alles verzeiht. Bei ihrer gefühlvollen Interpretation von „Ganz Paris träumt von der Liebe“ versetzte sie die ZuhörerInnen selbst ins Träumen.

Daneben Evelyn. Schlicht, ernsthaft, mit ungeahnter Innenspannung und Strahlkraft. Die Intensität ihres freien Vortrages verzichtete auf Dramaturgie, lag allein in der Ausdruckskraft der Vortragenden, ihrer bewegungslosen Bewegtheit und dem Klang ihrer Stimme. „Liebe ist einfach – Schönheit“.

Wieder andere hatten den Anspruch, vom selbst Erlebten, so schien es, zu abstrahieren, weiter auf die Suche zu gehen durch die Dichtung. Lothar Thiel ließ abstimmen, bezog das Publikum ein, fragte – „warum ist was und ich nicht.“ Anspruch und Witz drangen aus seinem Vortrag. Jonglieren mit seiner Bildung sei ja auch erlaubt, nicht wahr.

Diana beschrieb das Herz als eine Hüpfburg. Durch die unterschiedlichen Persönlichkeiten wurde der Abend abwechslungsreich, kurzweilig.

Manche trugen frei vor, was der lyrischen Form nahe kommt. Die Vortragenden traten auf diese Weise nahezu direkt in Kontakt, in Beziehung möchte man beinah sagen, zu den Zuhörern. Mutig und offen. Jede Vortragsform hatte hier Platz. All dies macht doch Lust auf mehr davon, nicht wahr?

Eva-Maria Brautlacht

***

Danke
an das Team der Münchner Stadtbibliothek für die vertrauensvolle und partnerschaftliche Zusammenarbeit, die dieses Ereignis möglich machte
an Michaela Hug-Szajer für ihren Deko-Einsatz
an Egbert Kraus für die gelungenen Fotos und
an alle Poetinnen und Poeten für ihre wundervolle poetische Kunst.

Katharina Schweissguth

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Ein paar Stimmen

...ich möchte dir nur sagen, dass das Treffen heute Abend sehr schön war!
... die Rosen, die Atmosphäre und nicht zu vergessen – das romantische Licht. Tania Rupel Tera

… eine sehr gelungene Veranstaltung! Erika Kiechle-Klemt

… die freundlichen Worte, die Sie für jeden Autor nach seiner Lesung immer finden, erscheinen  mir oft wie eine ganz eigene und dezente Form von Kreativität und haben sicher wieder  viel zu dem gelungenen Nachmittag gestern im Gasteig beigetragen … K-L Kuss

... ringsum nur glückliche, frohe, strahlende Gesichter! Michaela Hug-Szajer

Famose Veranstaltung! Gerne wieder. Katrin Schneid

… Sowas sollten wir nach Möglichkeit wiederholen! Es war ein Höhepunkt!!! Hans Senninger

Es war mir eine große Freude. Pascal Hilgendorf

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Geet freut sich aufs Lyrik-Café

Liebevolles in der SZ   

Liebe! Literaturportal

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