Brieftaube der Poesieboten
Poesie, Lyrik, Poesiebriefkasten
Poesie-Briefkasten
Wirtstraße 17
81539 München
München schillert - Gedichte aus dem Poesiebriefkasten

München schillert

Gedichte aus dem Poesiebriefkasten von 111 PoetInnen; Euro 14,90; Taschenbuch; Erhältlich bei amazon, Smart+Nett oder Ihrem Buchhändler; Infos


Gedichte gesucht
für die Aktion „Isar-Poesie".
Bitte bis 20. Juni schicken an:

Poesie-Briefkasten
Wirtstr. 17, 81539 München


Poesie-Briefkasten, Wirtstr. 17, 81539 München
Briefkasten der Poesie in Giesing

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Einen Himmel voller Gedichte... © Gaëlle Numa

...wünschte sich und dem Poesiebriefkastl FX Kroetz © Thomas Schwarz (TS)

Auf dem Giesinger Bahnhofsplatz: startklare Gedichte © Gaëlle Numa

Spazieren und spielen inmitten von Gedichten © Egbert Kraus (EK)

Wolfgang Senninger, Freunde Giesings e.V., begrüßt die Gäste ©EK

Swingt sich ein: Lothar Thiel; Moderiert: Katharina Schweissguth ©TS

Improtheater Zeitwärts ©EK

Himmelsbotin Maria Sperber ©EK

Schöner Augenblick mit Claudia Westhagen… ©TS

…das Publikum verweilt ©TS

Frau Zauberblume bedichtet den Poesiebriefkasten ©TS

Eva-Maria Birnhäupel-Hoppes Ode an die Farbe Grün ©EK

Gedichtflugkörper ©TS

In der Gepäckhalle ©TS

Madalina Sora-Dragomir stellt das Poesieprojekt vor ©EK

Elfie-Hafner-Kroseberg dichtet knapp und romantisch zugleich ©EK

Alles liegt vor, alles hinter Angelika Genkin ©TS

Findet Glück in einem Park ohne Mauern: Michaela Hug-Szajer ©EK

Gedicht ans Du von Horst Becker ©EK

Simeon Bassarini und Übersetzerin Petya ist der Poesie verfallen ©EK

Der Künstler malt mit einem gierigen Rüssel ©TS

Emily Byron mit düstren ergreifenden Zeilen ©EK

Yasemin Günay flog ein Gedicht zu als sie flog ©EK

Früher Sechzge- heute Bayernfan und Poet: Richard Maresch ©EK

Als Kind sah Astrid Schaper nur blue ©EK

Mit Salbei- und Lavendelduft: Diana Barchiens Gedicht ©EK

Theater frei Schnauze "Zeitwärts" mit… ©TS

…unerwarteten Szenen ©TS

Setzt das Glück zusammen wie ein Mosaik: Angelika Gehwald ©TS

Peter Rubin ist dichter dran mit seinem Maiengedicht ©TS

Das Weib des Potiphar hats dem Senninger Hans angetan ©TS

Tania Rupel Tera geht Grün auf den Grund @EK

Werktags sorgen, sonntags Träume: Josefa Weindl ©EK

Das Schnabeltier trinkt Bier, weil es sich reimt bei Jürgen Walla ©EK

Bekenntnis zur Boulervardpresse von Kristiane Hehn ©EK

Dichterisch auf den Hund gekommen ist Ines Hambruch ©EK

Wolfgang von Alt-Stutterheim personifiziert sogar den Nebel ©EK

Wolfgang Faber bringt Venedig nach Giesing ©EK

Adeel Yawar: Poem about a strange tribe ©EK

Michaela Rothenari findet: All ist nicht alles ©EK

Reiner Maier hatte ein Poesiealbum als er ein Mädchen war ©EK

Gruppenbild mit Dichtern ©EK

Erinnerungsfoto Madalina Sora-Dragomir Katharina Schweissguth, Franz Xaver Kroetz, Konrad Zinner, Lothar Thiel ©EK

Der Heilig-Kreuz-Chor singt… ©EK

…unter der Leitung von Thomas Renner ©TS

Gedichte kurz vorm Abheben ©EK

Auf Wiedersehen

06. Mai 2017  17 Uhr

Gedichte vom Giesinger Himmel bis nach Tirol

Samstag, 6.Mai – endlich strahlend blauer Himmel! Verwundert schauen die Passanten auf das kleine Heer von orangefarbigen heliumgefüllten Ballons. Sie stehen locker verteilt auf dem sonst kahlen Bahnhofsplatz, beschwert mit ausrangierten Büchern. Jeder Ballon dient als Flugkörper für ein Gedicht. Diese haben wir zwei Monate lang gesammelt. Jeder konnte seine poetischen Gedanken oder Wünsche an den Poesiebriefkasten schicken.

Schüler einer 8. Klasse der Ichoschule, Besucher des ASZ Obergiesing, und Teilnehmer der Südbayrischen Wohn- und Werkstätten (SWW) haben unter anderen mitgemacht.

Die Ballons tanzen munter im Wind, Kinder springen zwischen ihnen herum und Passanten lesen die Gedichte.

Ab 17 Uhr beginnt Konrad Zinner Jazziges auf dem Klavier auf der Außenbühne zu spielen und zieht sogleich Passanten und Zuschauer in seinen Sog. Wolfgang Senninger von den Freunden Giesings begrüßt jetzt die Gäste. Die Freunde Giesings haben die Nutzung des ehemaligen Bahnhofsgebäudes als Kulturzentrum erwirkt – nachdem sie es für eine Breze vom früheren OB Ude abgekauft hatten.
Maria Sperber eröffnet den Poetenreigen und stellt sich vor, ihr Gedicht erreicht im Himmel einen lieben Verstorbenen. Konrad Zinner und Lothar Thiel spielen und singen den München-Bossa und den Krypta-Tango. Das Improtheater Zeitwärts spielt sich warm. Brigitte Obermaier bedichtete den Poesiebriefkasten, Eva-Maria Birnhäupel-Hoppe die Farbe Grün und mit Claudia Westhagen verweilen wir im Augenblick.

Dann begleitet Konrads Klavierspiel die Besucher in die Gepäckhalle, die mit über 70 Besuchern gut gefüllt ist. In der dunklen, dichten Atmosphäre findet eine offene Poetenbühne mit über zwanzig Teilnehmern statt. Inspiriert vom „Himmel voller Poesie“ verweben sich romantische, düster-leidenschaftliche und lustige, lustvolle Themen. Was ist Glück? Ein frischer Tautropfen? Ein Mosaik aus schönen Momenten? Der sprachliche Bogen ist von Bairisch, über Englisch nach Bulgarisch und Hochdeutsch gespannt. Dazwischen ragt der gierige Rüssel eines Künstlers heraus. Wir rühren mit den Universum-Fans in der schwarzen All-Suppe herum. Schlaflos, besessen von Poesie. Wer sind die walking-dead-artigen Fremden des „strange tribe“?

Die fünf Schauspieler des Improtheaters halten den Dichtern einen humoristischen Spiegel vor und wandeln deren Verse in dynamische Beziehungsgeflechte um. Nein, nein, nie wieder wollen wir Gäste einladen, wo wir doch zu zweit so schön den Kühlschrank einräumen. Macht euch keine Sorgen – das sind nur eure Neuronen.

Lasst uns dankbar sein, die Nacht nicht im Regen zu verbringen. Das beschwipste Schnabeltier, ein Hund wie ein chemisches Element, sprechender Nebel, ungenierte Zeitungsleser und die Frau vom Potiphar redt gschert daher. Radi Radenkovic schiebt sich ins kollektive Gedächtnis Giesings.

Gleichzeitig duftet es nach Frühling, nach Salbei und Lavendel. Peter Rubin hat dem Mai eine wahre Ode gewidmet. Grün sprießt aus den Zeilen und auf den T-Shirts.

Legen wir unsere werktäglichen Glaubensmuster ab, sehen wir mehr als nur blue: der poetischen Fantasie sind keine Grenzen gesteckt. Venedig liegt in Giesing. Heute.

Beschwingt nach drei Stunden Musik, Poesie und Theater treten die Besucher, von denen jeder einen Gedichtballon adoptiert hat, auf den abendlichen Bahnhofsplatz. Hier steht der Heilig-Kreuz-Chor bereit und stimmt unter der sicheren gefühlvollen Leitung von Thomas Renner seinen Gesang an. Synchronisiert mit dem Sonnenuntergang lässt jeder Besucher dazu ein Gedicht frei. Auch Franz Xaver Kroetz. Er hat sich unspektakulär unter das Giesinger Publikum gemischt schaut versonnen den schnell kleiner werdenden Gedichtflugkörpern nach. Er hatte vor drei Jahren mit einer freundlichen Gedichtwidmung den Anstoß zum „Himmel voller Poesie“ gegeben. „Süß“, findet er die Aktion und freut sich.

Nachtrag: Sonntagmorgen, 7. Mai 2017, 7 Uhr morgens in Kundl/Bezirk Kufstein/Tirol findet eine 85-Jährige in ihrem Garten im Fliederbaum einen Ballon mit dem Gedicht „Sauweda-Blues“ von Marita Fischer-Reinspach. So schreibt die Tochter Frau Kropf dem Poesiebriefkasten.

Eure, stets mit Wundern rechnende, Katharina, 18. Mai 2017
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DANKE
Für die Hilfe beim Aufbau: Gaëlle, Sarah T., Sarah W., Diana B., Madalina S., Drago D., Hans S., Claudia W.
Für die Fotos: Egbert Kraus, Thomas Schwarz, Gaëlle Numa
Für das Kulturzentrum: Freunde Giesings e.V., Sarah Sepehri
Für die Unterstützung: Bezirksausschuss 17
Fürs Mitmachen: Klasse 8a Mittelschule an der Ichostraße, ASZ Obergiesing, SWW
Fürs Auftreten: Konrad Zinner; Improtheater Zeitwärts; Heilig-Kreuz-Chor, D: Thomas Renner
Fürs Wetter: Petrus
Für die Poesie: Allen Einsendern der Gedichte und Poeten der Offenen Poetenbühne
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"Ein Himmel voller Poesie"... Ja, so war es. Der Himmel lachte ausnahmsweise und belohnte mit einem Sonnentag nach kalten, tristen Regentagen. Wunderschöne Gedichte, Musik- und Gesang untermalten das "poetische Happening", interessantes "ImproTheater" und am Schluß stiegen unter der Begleitung des freudig-kompetenten Heilig-Kreuz-Chors dicke, gelbe Ballons mit Anhang von Gedichtekreationen in den leicht abendlichen Giesinger Himmel... Ja, es war eben "Ein Himmel voller Poesie", in den uns Katharina Schweissguth freudig blicken ließ. Danke! G. Michaela Hug-Szajer München, 08.05.2017

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Mediengezwitscher

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