Wie bei der Premiere im März fungieren Katharina Schweissguth, Astrid Sherina Schaper und Hannelore Koch als Tourguides. Aufgrund der vielfachen Nachfrage gab es eine Wiederholung mit neuen und alten Elementen.
„Die ist mir ja noch nie aufgefallen!“, sagt eine Teilnehmerin. Zwischen Unter- und Sperrengeschoss hängt eine originalgetreue Pferdetrambahn, an der die Passanten normalerweise vorbeihasten. Bei der U-Bahn-Poesie entdecken wir bewusst die Poetik in den alltäglichen Orten. So verwandelt sich Astrid ein anrührendes Gedicht lang in ein stolzes und geduldiges Trambahnpferd.
Der Ostbahnhof ist für Hannelore viele Jahre Dreh- und Angelpunkt ihres Berufsalltags gewesen. Sie plaudert aus Vor-U-Bahn-Zeiten, und fragt: Wer kann sich nicht an den Pfanni-Kartoffelbrei erinnern – gespiegelt wird dies natürlich in Gedichtform.
Wie bekam der Tunnel seine pinke Farbe und wie war das früher mit den Klos? Bei dem unterhaltsamen Rundgang ergänzen sich München-Fun-Facts und Poesie.
Nach dem urbanen Ostbahnhof folgt die edle Josephsburg. Das Zwischengeschoss bildet den geradezu festlichen Rahmen für die Untergrundpoesie von Johannes Rzepka, Lothar Thiel und Hans Senninger. Dann geht’s „auffi“. Bei der gedichteten „Abschlussprüfung“ arbeiten alle Teilnehmenden sehr gut mit und erhalten ein Knöllchen. Einige schaffen noch den Bonus-Spaziergang zur prächtigen St-Michaels-Kirche. Im schattigen Inneren ist Zeit für Einkehr und Staunen über die Rokoko-Pracht.
„Das war ja eine tolle Poesie-U-Bahn-Reise!“, so eine Teilnehmerin. U-Bahn-Spazierer Richard Schleich hat sie zu einem spontanen Haiku inspiriert, den er stilvoll auf einem Fächer verewigt.
Die U-Bahnfahrt ist eine Kooperation der MVHS-Ost und dem Poesieboten e. V.
ks
Kostenfreie Anmeldung: MVHS









