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Gedicht des Monats/Kür

Gedicht des Monats November 2020 von Ingrid Baumann, Ebersberg

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Stille Not

Das Gedicht des Monats Januar 2019 von Thomas Fleckenstein

Menschenfreud, Menschenleid, jetzt ist´s wieder an der Zeit;
Dann ist wieder Stille Nacht, dann wird wieder nachgedacht.

Vom Himmel hoch die Briefe kommen, für die Armen und die Frommen;
Bitten sie um Geld und Gut, dass ein jeder etwas tut.

Ich bitte Euch versteht mich recht, so zu helfen ist nicht schlecht,
denn zu teilen das tut not, unser täglich Brot.

Aber Geld allein reicht nicht auf kurze oder lange Sicht;
Wollen wir die Welt verwandeln, müssen wir gemeinsam handeln.

Lieben, retten und befreien alle, die nach Hilfe schreien.
Denn noch rufen uns die Toten aus den kleinen Flüchtlingsbooten.

Hörst sie schrei´n in stiller Nacht! Denn um uns herum ist Krieg,
das Böse kämpft um seinen Sieg. Niemand hat an sie gedacht.

Doch es geht nicht nur um Geld, denn ein jedes Leben zählt.
Deshalb sollten wir uns schämen für der Vielen Tod im Jemen.

Kinder, die wie Geister klingen, keine frohen Lieder singen.
Bombenhagel, Hungersnot, morgen sind sie alle tot.