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Poesie-Briefkasten
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81539 München

Radio- und TV-Tipps

Fr. 11. März 2022, 17 Uhr, Poesieboten auf Radio Lora

Lyrik, eigensinnig und originell von Poetinnen und Poeten aller Couleur, inklusive zweier englischer poems. Lasst euch überraschen! Weiterhin gibt es einen witzigen Ausschnitt aus Katharina Schweissguths Roman „Der Liebesbriefkasten“, von CHRIS URAY ein Gedicht über die flüchtende Frauen aus der Ukraine. Dazwischen Musik von Brigitte Obermaier alias „Zauberblume“ und Henriette an ihren Veehharfen. Sendung von Chris Uray für die Poesieboten.



Poesie auf Radio Lora

Poesieboten „Wortsendung" sendet im März, Juni, September und Dezember am 2. Freitag um 17 Uhr im Sendefenster „Außer der Reihe“. Wiederholungen in DAB+ und im Livestream am darauf folgenden Montag um 6 und um 9 Uhr sowie im Livestream am Samstag um 7 Uhr und am Sonntag um 3 Uhr. Verantwortliche Redakteur*in: Chris Uray


Gedicht des Monats – Lesungen

Giesinger Persönlichkeiten lesen Einsendungen aus der Aktion „Gedicht des Monats“ vor. Playlist


München schillert

Gedichte aus dem Poesiebriefkasten von 111 PoetInnen; Euro 14,90; Taschenbuch; Erhältlich bei amazon, Smart+Nett oder Ihrem Buchhändler; Infos


Stille Not

Das Gedicht des Monats Januar 2019 von Thomas Fleckenstein

Menschenfreud, Menschenleid, jetzt ist´s wieder an der Zeit;
Dann ist wieder Stille Nacht, dann wird wieder nachgedacht.

Vom Himmel hoch die Briefe kommen, für die Armen und die Frommen;
Bitten sie um Geld und Gut, dass ein jeder etwas tut.

Ich bitte Euch versteht mich recht, so zu helfen ist nicht schlecht,
denn zu teilen das tut not, unser täglich Brot.

Aber Geld allein reicht nicht auf kurze oder lange Sicht;
Wollen wir die Welt verwandeln, müssen wir gemeinsam handeln.

Lieben, retten und befreien alle, die nach Hilfe schreien.
Denn noch rufen uns die Toten aus den kleinen Flüchtlingsbooten.

Hörst sie schrei´n in stiller Nacht! Denn um uns herum ist Krieg,
das Böse kämpft um seinen Sieg. Niemand hat an sie gedacht.

Doch es geht nicht nur um Geld, denn ein jedes Leben zählt.
Deshalb sollten wir uns schämen für der Vielen Tod im Jemen.

Kinder, die wie Geister klingen, keine frohen Lieder singen.
Bombenhagel, Hungersnot, morgen sind sie alle tot.