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Poetentreffen: Neuer Name, neues Glück für die Poesieboten

Die Künstlerin Katharina Schweissguth lud Poetinnen, Poeten und Interessierte am Freitag, 27.02.2015 zum ersten Treffen der „Poesieboten“ ein.

Der netterweise dafür zur Verfügung gestellte Raum des „Haus des Deutschen Ostens“ war rammelvoll, am langen Tisch wurde eng zusammengerückt, es gab auch Stehplätze. Überwältigend ist immer wieder das große Interesse an Poesie, trotz des bayrischen „Sauwetters“, sprich Regens.

Nach der Begrüßung der Poeten lud Katharina Schweissguth zu den angemeldeten Gedichtvorträgen ein, ... ob in bayrischer Mundart, siebenbürgisch-sächsischem Dialekt oder in hochdeutscher Sprache.

Frau Kessler, vom HdDO, erzählte über die vielseitige Geschichte des „Haus des Deutschen Ostens München“  ab 1715  bis heute. Später trug sie uns in sieben- bürgisch-sächsischem und auch in altgoiserischem Dialekt zwei ihrer eigenen Gedichte vor.

Dann ging's los mit Gedanken über „Toleranz“ , dem Gedicht eines blinden Mannes. Gerade er, Herr H. E. Förder, der leider nicht anwesend sein konnte, beschenkte uns alle mit seiner CD „Poesie MEDITATION  Lyrik Emotionen“. Vielen Dank für diese schöne Geste!

Maria Sperber folgte mit ihrem eigenen und passenden Gedicht , wie immer, in unserer bayrischen Mundart.

Tanja Rupel-Tera träumte berührend über „Sommerliches“, weil ihr dieser Winter zu lange dauert.

Brigitte Obermaier, auch unter „Zauberblume“ bekannt, brachte erst Trauriges, dann Lustiges vor.

Der Münchner Lyriker, Moritz Valentin, trug uns „Auf Feldern voll Gold“ vor.

Dem folgte der Lyriker, Harald Tröstl mit „Der Korken“ und „Jahrzehnte“.

Madalina Esselmann brachte uns ins Nachdenken mit ihrem „Das quadratische Denken“, dann phantasierten wir mit ihren Gedanken „Das Lied vom Träumen“.

Werner Fuchs liebte schon von Kindheit an Gedichte und  schreibt auch gerne Tagebuch. In Gedichtform zog er uns in seinen „Konflikt mit meinem älteren Sohn“ hinein und brachte uns dann in die Beziehung „Ich – Du“. Fazit: Auch aus Konflikten heraus wird uns ein „Schatz“ geschenkt, (Beispiel: Selbstliebe, Selbstannahme sind unser eigener „Schatz“). 

Helmut Hartl erzählte uns, dass er gern Geschichten schreibt, er war auf „Wortsuche“ und kennt wohl seine, bzw. „Die Zauberblume“.

Der „Minutendichter“ Magro, der auch Gedichte nach ihm gegebenen einzelnen Worten/Begriffen kreiert, ließ uns an einem, wie er sagte, für ihn selbst geschriebenem Gedicht von 1992 teilhaben. Es hieß „Gedanken über Jahre...“, wobei wir einen kleinen Einblick in seine Seele erhaschen durften.

Gwendolin, eine Bekannte von Magro, trug mit elfenhaft feiner Stimme etwas von ihren Gedichtgedanken vor.

Elfie Hafner-Kosenberg bereicherte die Zuhörer mit ihren Gedichten „Die Stimme“ und „Lyrikpflänzchen“ (dies sehr kurz und witzig).

Richard Maresch las ein Gedicht über das Schachbrett und der Königin „Ich bin matt“ vor.

Hans Senninger war erstmals dabei und konnte sicher feststellen, dass auch er mit seinen bayrischen Mundartgedichten, wie u. a. „Kaasbladl“ prima in die vielseitige Poetenrunde passt.

Ebenso Werner Fiedler, Fluglotse in Pension, der wohl aus Erfahrung auch immer seinen Regenschirm, - ob eckig, ob rund - , zuhause hat, gerade wenn er ihn mal bräuchte. Dies erklärte er uns neben einem anderen irgendwie vielversprechenden Poesiegedanken, „..frag` nicht danach, was alles einmal war“, sein kleiner witziger Vortrag „Der Regenschirm“. ( Wir jedoch fragen nicht nach, was alles einmal war, obwohl wir da etwas neugierig wären...)

Anita Esselmann las uns ein Gedicht „Im Park“ vor.

Ist seine Lieblingsfarbe etwa „rot“? Herr Melcher ließ sein romantisch, leicht erotisches Gedicht „Die Nymphe und der Faun“ vortragen. (Ja, das Leben ist schön, und auch unsere Träume!!!)

Für alle zerrannen die abendlichen Musestunden wie Sand in der Uhr und  Katharina Schweissguth gab ein paar abschließende Gedanken für zukünftige poetische Aktivitäten auf den Weg.

Alle hatten den Kopf voll von so vielen, wunderbaren unterschiedlichen poetischen Einfällen. Mit so einem Kopf lässt es sich zuhause wunderbar weiterträumen, einschlafen und wieder träumen findet

Ihre Texterin G. Michaela Hug-Szajer.

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Während die anderen Gäste heute noch die Gedichte auf sich einwirken ließen oder miteinander ratschten, hat die Zauberblume den Abend auf dichterische Weise zusammengefasst:

 

Poesie im HDO

27.02.2015 (c) Brigitte Obermaier

Frau Kessler erzählte über das HDO und seiner Geschichte.
Dann fingen an die vielen Gedichte

Maria gab die Einführung dahier.
Der zweite brachte Stimmung hier.

Ich durfte den Schrei und die Bazille vortragen.
Dem blinden seine Toleranz war ohne Stolz voll verzagen.

Mein Leben ein Traum brachte das Juhu.
Balladen auf dem Weg zum Du.

Ein Rezept zum empfehlen brachte neue Erkenntnisse.
Zauberblume ließ es erblühen voller Wildnisse.

Ohne Kalender zeitlos Leben.
Den Augenblick mit dem achten Sinn erleben.

Wie ein Rinnsal zum Lyrikpflänzchen rennt.
Die Königin am Schachbrett    man erkennt.

Niederbayerisch wie man spricht wia's anders war.
Der Regenschirm zu jederzeit ist klar.


Frühjahr streift fresh und lauft  vorbei.
Ich wünsch mir Zuversicht mit Lachen  herbei.


Die Nymphe am wogenden Halmengras unverhüllt.
Im Park kleines Reh am Baum in Nebel eingehüllt.

Der Fotograf Foto knipste.
32 Personen sagen Danke.

Alles war gesagt
Bei den Poesieboten.
Miteinander werden sie geteilt.

Ein Danke an Katharina

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Wo: HDO, Zimmer 216, 2. Stock, Am Lilienberg 5, 81669 München
Wann: Freitag, 27.2.2015, 18 Uhr, Eintritt frei, Dank an Erwin für die Vermittlung des Raums.

Poetentreffen: Ankündigung im Wochenanzeiger