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Gedicht des Monats/Kür

Gedicht des Monats November 2020 von Ingrid Baumann, Ebersberg

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München schillert

Gedichte aus dem Poesiebriefkasten von 111 PoetInnen; Euro 14,90; Taschenbuch; Erhältlich bei amazon, Smart+Nett oder Ihrem Buchhändler; Infos


Poetischer Adventskalender

In der Giesinger U-Bahnstation Silberhornstraße schräg gegenüber vom Lift: Vom 3. bis 26. Dezember 2020 füllt sich hier täglich eines der 24 freien Felder mit frischer Lyrik, von einem Poeten oder einer Poetin des Poesiebriefkastens selbst gedichtet und mit der Hand hineingeschrieben. Ein Tagebuch von Astrid und Katharina:

Do, 3. Dez. Es ist kurz vor 17 Uhr und ziemlich ruhig. Die einfahrenden U-Bahnen spucken im Verglich zum vorigen Dezember viel weniger Menschen aus. Viele Sicherheitskräfte sind unterwegs. Coronabedingt wollen wir sowieso Menschenansammlungen vermeiden und in erster Linie zum Schreiben und Lesen animieren.

Pünktlich kommt Friedrich Ani zum Adventskalender. Er schreibt einen Vierzeiler ins erste Fensterl. Romantische Verse an ein wohl geliebtes „Du“ gerichtet. Eigentlich zeitlos, doch bei der allgegenwärtigen Unsicherheit zur Zeit wirken sie auf mich wie eine feine Brise. Ein kleines Team von München tv stößt für ein Interview zu uns. Ani hält, soweit ich das aus meinem Achsamkeitsabstand aufschnappe, ein kleines Plädoyer für die Poesie. „Sie bringt Wärme zu den Menschen.“

Eine vielversprechender Anfang für eine staade Aktion! ks

Fr, 4.12. Unser boarischer Dichter Hans Senninger trug gleich mit zwei Werken zur Ausgestaltung unseres Kalenders bei. Zur Verstärkung und Hilfe beim Befestigen war seine Frau mit dabei. as

 

Bei der Untergrund-Poesie sind heuer unter anderen mit dabei:

  • Das erste Fensterl füllt der Giesinger Schriftsteller Friedrich Ani. Vielen Lesern ist er für seine spannenden Krimis bekannt, hier zeigt er seine poetische Seite.
  • Die 28jährige belarussische Autorin und Übersetzerin Volha Hapeyeva aus Minsk weilt zur Zeit als „artist in residence“ in der Künstlervilla Waldberta der Stadt München. Sie trägt eines ihrer berührenden Gedichte nicht nur auf Deutsch, sondern auch auf Belarus in kyrillischer Schrift in dem Kalender ein.
  • Die Bürgerinitiative HeimatGiesing fasst ihr Engagement für den Wiederaufbau des Uhrmacherhäusls in poetische Zeilen.
  • Mit einem Gedicht verabschiedet sich Stadtteilmanager Torsten Müller von Giesing. Fünf Jahre lang brachte er vom Stadtteilladen in der Tegernseer Landstraße 113 aus, viele Projekte mit auf den Weg und förderte dabei die Vernetzung im Viertel.                                                         

Auch die Passanten können ihre Gedanken und Gedichte in die vorhandenen „Freifensterl“ eintragen oder etwas dazu kleben oder zeichnen.

Poet*Innen oder Institutionen, gerne aus Giesing, die mitmachen wollen, können sich ab sofort bei info@poesiebriefkasten.de bewerben, um selbst in eines der freien Felder ein Gedicht zu schreiben. Bitte bei der Bewerbung eine Wunschtermin angeben. Bevorzugte Uhrzeit ist werktags zwischen 17 und 19 Uhr und nach Vereinbarung.

Der Bezirksausschuss 17 Obergiesing-Fassangarten unterstützt freundlicherweise das Projekt.